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Zwölf Apostel (Altmühltal)

Zwölf Apostel (Altmühltal)

Die Zwölf Apostel sind eine Felsformation im Tal der Altmühl im deutschen Bundesland Bayern.

Lage

Die Felsformation liegt nahe dem Fluss im Naturpark Altmühltal, dem flächenmäßig größten Naturpark Deutschlands, unterhalb des mittelfränkischen Städtchens Solnhofen und oberhalb von dessen Ortsteil Eßlingen. Solnhofen ist für seine urzeitlichen Fossilien bekannt.

Geologie

Die Zwölf Apostel bestehen aus dolomitischem Kalkstein und bilden knapp über dem Altmühlufer eine Reihe von Felsvorsprüngen, die nach Erosion des weicheren Malmgesteins, das auch Weißer Jura genannt wird, stehen geblieben sind. Zum Fluss hin ragen sie senkrecht aus den schräg ansteigenden Hängen auf. Die Felsfarbe wechselt zwischen elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb und grüngrau.

Tourismus

Zwei Touristenrouten des Naturparks Altmühltal, der Altmühlradweg und der von ihm getrennt verlaufende Altmühltal-Panoramaweg, ein Wanderweg, führen an den Zwölf Aposteln vorbei.

Weblinks


- [http://www.a-m.de/deutsch/lexikon/mineral/carbonate/dolomit.htm Angewandte Mineralogie: Dolomit]
- [http://www.altmuehlradweg.de/ Altmühlradweg]
- [http://www.fernwege.de/d/altmuehltal/ Altmühltal-Panoramaweg] Kategorie:Felsen in Bayern

Altmühl

Die Altmühl, ein linker Nebenfluss der Donau in Bayern, entspringt auf dem südlichen Abhang des fränkischen Landrückens (auf der Hohen Leite) nordöstlich von Rothenburg ob der Tauber. Als ihre Quelle legte 1904 das Königliche Bayerische Hydrotechnische Bureau zu München den Abflussgraben des Hornauer Weihers fest. Dieser wird von einigen Bächen gespeist, wovon inzwischen die Quelle bei der Siedlung Erlach als Altmühlursprung angesehen wird. Die Altmühl hat südöstliche Hauptrichtung und befindet sich damit südlich der großen Europäischen Wasserscheide. Ihre Länge beträgt ca. 220 km und sie ist der an Gefälle ärmste Fluss in Bayern. Die Altmühl kann man in drei deutlich unterschiedliche Teile gliedern. Die Altmühl ist im oberen Drittel ein in einem breiten Tal langsam fließender Wiesenfluss. Die Landschaft ist flach, leicht hügelig und der Grund besteht im Wesentlichen aus Keuper. Die Bestandteile des Keupers sind Kalk und Ton. Ton ist nicht gut löslich und neigt dazu, den Untergrund abzudichten. Die Folge davon ist, dass die Altmühl im Oberlauf den Anblick eines nicht allzu breiten Baches bietet. Im Oberlauf siedeln auch Biber. Der Altmühlsee bei Gunzenhausen wurde als Vogel- und Naturschutzgebiet ausgewiesen. An dessen Abfluss wird ein Teil seines Wassers über den Altmühlüberleiter dem Kleinen Brombachsee zugeleitet. Die Verhältnisse ändern sich ab Treuchtlingen. Dort fließt die Altmühl durch die fränkische Juraplatte, wo sie sich einen Weg in einem engen Tal bahnen muss. Der dortige Kalkstein ist viel besser löslich und so hat die Altmühl im Laufe der Zeit ein schmales, steilhängiges Tal mit vielen Felsformationen ausgewaschen. Besonders gut sind kesselförmige Auswaschungen bei der Ortschaft Esslingen etwa 20 m über dem Flussniveau zu erkennen. Ab der Ortschaft Dollnstein wird das Tal plötzlich und fast übergangslos sehr viel breiter. Die Ursache ist, dass die Altmühl im alten Flussbett der Donau fließt, die sich einen neuen Weg jenseits der Juraplatte gebahnt hat. Südlich vom Bahnhof in Dollnstein schließt sich an das Urdonautal das sogenannte Wellheimer Trockental an, das bis zur Ortschaft Rennertshofen führt und dort an die Donau stößt. Donau]] Im Unterlauf (ab Töging bei Dietfurt) ist die Altmühl als Teil des Main-Donau-Kanals kanalisiert worden. Unterhalb Kelheim mündet sie in die Donau. Entlang der Altmühl verläuft ein gut markierter und recht gut eingerichteter Radweg. Auf der Altmühl selbst kann man gefahrlos Kanu fahren.

Orte am Fluss


- Ornbau
- Gunzenhausen
- Markt Berolzheim
- Treuchtlingen
- Dietfurt (Treuchtlingen), Stadtteil von Treuchtlingen
- Pappenheim
- Zimmern (Ortsteil von Pappenheim
- Solnhofen
- Eßlingen (Mittelfranken), Ortsteil von Solnhofen
- Hagenacker, Ortsteil von Dollnstein
- Dollnstein
- Bubenroth, Ortsteil von Dollnstein
- Breitenfurt, Ortsteil von Dollnstein
- Obereichstätt, Ortsteil von Dollnstein
- Wasserzell, Stadtteil von Eichstätt
- Rebdorf, Stadtteil von Eichstätt
- Eichstätt
- Landershofen, Stadtteil von Eichstätt
- Pfünz, Ortsteil von Walting
- Inching, Ortsteil von Walting
- Walting
- Pfalzpaint, Ortsteil von Walting
- Gungolding, Ortsteil von Walting
- Böhming, Ortsteil von Kipfenberg
- Arnsberg im Altmühltal, Ortsteil von Kipfenberg
- Kipfenberg
- Riedenburg
- Kelheim

Weblinks


- http://www.obere-altmuehl.de
- http://www.altmuehl-tourist.de/
- http://www.naturpark-altmuehltal.de/
- [http://www.marktberolzheim.de/Wiki.jsp?page=Altm%C3%BChl Bilder der Altmühl vor Treuchtlingen (bei Markt Berolzheim)] Siehe auch: Altmühltal. Kategorie:Fluss in Deutschland Kategorie:Fluss in Bayern Kategorie:Nebenfluss der Donau

Bundesland (Deutschland)

Bundesland ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland. Jedoch ist „Bundesland“ eigentlich eine irreführende Bezeichnung, weil es eine Unterordnung der Länder zum Bund nahelegt und deren Eigenstaatlichkeit nicht wiedergibt, denn die deutschen Länder sind Staaten im Sinne des Völkerrechts. Die korrekte und auch vom Grundgesetz verwendete Bezeichnung ist daher „Länder“ der Bundesrepublik. Diese Unterscheidung ist nicht unbedeutend, weil nach dem Zweiten Weltkrieg im Westen des besetzten Deutschen Reiches zunächst neue Länder als staatliche Verwaltungseinheiten entstanden (siehe Geschichte der deutschen Länder) und von ihnen der Bund (die Bundesrepublik Deutschland) als ein Nachfolgestaat gebildet wurde (konstitutives Element). Im Gegensatz dazu wurde im Südosten des besetzten Deutschen Reiches zuerst der Bund (Republik Österreich) wiedererrichtet und danach als seine Teilstaaten die dortigen Bundesländer.

Karte

Geschichte der deutschen Länder Die Angaben zur Einwohnerzahl sind folgendermaßen datiert:
- 31. Dezember 2003: Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt
- Juni 2004: Hamburg
- 30. Juni 2004: Mecklenburg-Vorpommern
- 30. September 2004: Saarland
- 31. Dezember 2004: Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen
- 31. März 2005: Sachsen
- 30. April 2005: Berlin, Bremen

Weitere Gliederung

Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind rechtlich gesehen jeweils gleichzeitig ein Land und eine Stadt und sind nicht weiter in Gemeinden untergliedert (die Bezirke dieser Städte haben eine andere Bedeutung). Das Land Bremen besteht aus der Stadtgemeinde Bremen und der Stadt Bremerhaven. In den übrigen deutschen Ländern gibt es folgende weitere Verwaltungs- und Selbstverwaltungseinheiten:
- Regierungsbezirke: Die großen Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sind in Regierungsbezirke unterteilt. Die Bezirke sind dezentrale Einheiten der Landesverwaltung. Die Unterteilung der Länder Niedersachsen (bis 31. Dezember 2004), Rheinland-Pfalz (bis 31. Dezember 1999) und Sachsen-Anhalt (bis 31. Dezember 2003) wurde in den vergangenen Jahren aufgehoben. In Rheinland-Pfalz traten funktionsteilig an die Stelle der drei Regierungspräsidien zwei Struktur- und Genehmigungsdirektionen sowie eine Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Zudem gibt es in der Region Pfalz den Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Bezirksverband Pfalz.
- Landkreise: Jeder Flächenstaat ist in Landkreise (in manchen Bundesländern auch als Kreise bezeichnet) unterteilt. Insgesamt gibt es derzeit 323 Landkreise in Deutschland. Hinzu kommen die 117 kreisfreien Städte (inklusive der beiden Stadtkreise in Bremen), die keinem Landkreis angehören, sondern die Aufgaben der Landkreise selbst wahrnehmen, insofern einen eigenen Kreis bilden und daher auch als Stadtkreise bezeichnet werden. Die Landkreise sind Gebietskörperschaften, die über direkt gewählte Organe verfügen.
- Kommunalverbände: In einigen Bundesländern gibt es als Zwischenstufe der kommunalen Arbeit zwischen Landkreis und Gemeinden Kommunalverbände oder Verwaltungsgemeinschaften in unterschiedlichen Formen und mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Sie haben daher je nach Land auch sehr unterschiedliche Bezeichnungen, z. B. Amt, Samtgemeinde, Verbandsgemeinde oder Gemeindeverwaltungsverband.
- Gemeinden: Gemeinden sind die kleinsten selbständigen territorialen Einheiten. In Deutschland gibt es derzeit 13.400 Gemeinden und gemeindefreie Gebiete (Stand: 31. Dezember 2002). Städte sind in der Regel Gemeinden, die lediglich die Bezeichnung Stadt führen dürfen (vergleiche Stadtrecht). Dies ist entweder historisch verbürgt und war im Mittelalter meist mit zahlreichen Privilegien verbunden (z. B. eigene Steuern), oder aber es handelt sich um größere Gemeinden, denen auf Grund ihrer heutigen Bedeutung und Aufgabenstellung die Bezeichnung Stadt neu verliehen wird (je nach Land wird dies sehr unterschiedlich gehandhabt). Die Gemeinden sind Gebietskörperschaften, die über direkt gewählte Organe verfügen.

Geschichte der deutschen Länder

Die Länder sind das Ergebnis der territorialen Neugliederung Deutschlands nach 1945. Innerhalb der vier Besatzungszonen waren es anfangs 16 Länder:
- Amerikanische Besatzungszone: Bayern, Hessen, Württemberg-Baden, Bremen
- Britische Besatzungszone: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg
- Französische Besatzungszone: Württemberg-Hohenzollern, Rheinland-Pfalz, Baden
- Sowjetische Besatzungszone: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg
- Berlin stand zunächst unter dem Viermächtestatut. Am 23. August 1946 entstehen durch die Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung „Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“ die Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Hamburg blieb eigenständiges Land. Das Land Rheinland-Pfalz wurde ebenfalls 1946 durch Verordnung der französischen Militärregierung geschaffen. Die Hessische Verfassung wurde von der Verfassungsberatenden Landesversammlung in Wiesbaden am 29. Oktober 1946 beschlossen, trat am 1. Dezember 1946 durch Volksabstimmung in Kraft und war somit die erste Nachkriegsverfassung Deutschlands. Die Verfassung des Freistaates Bayern wurde am 1. Dezember 1946 in einem Volksentscheid angenommen. Am 25. Februar 1947 beschloss der Alliierte Kontrollrat die Auflösung Preußens. Bis dahin existierte Preußen mit seinen Provinzen neben den neugegründeten Ländern fort. Am 8. Mai 1949 wird das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verabschiedet. Nordrhein-Westfalen und Hamburg werden Bundesländer. Auch Schleswig-Holstein wird mit der 1949 vom ersten gewählten Schleswig-Holsteinischen Landtag verabschiedeten Landessatzung, die am 12. Januar 1950 in Kraft trat, Bundesland. Berlin (West) hatte stets einen Sonderstatus. Am 25. April 1952 wurden Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zum Land Baden-Württemberg vereinigt. Im gleichen Jahr wurden die Länder in der DDR zwar nicht formal aufgelöst, jedoch ihrer Verwaltungsfunktionen enthoben, was einer de-facto-Auflösung gleichkam; an ihre Stelle traten 14 Bezirke und Ost-Berlin, das offiziell „Berlin – Hauptstadt der DDR“ genannt wurde. 1957 wurde das Saarland als 10. Land in die Bundesrepublik Deutschland aufgenommen, verblieb jedoch wirtschaftlich bis 1959 bei Frankreich. 1990 wurden die Bezirke auf dem Gebiet der DDR abgeschafft und die fünf ehemaligen Länder neu errichtet (das ehemalige Mecklenburg erhielt den Namen Mecklenburg-Vorpommern), teilweise mit veränderten Grenzen. Sie wurden ebenso wie Berlin – Berlin (West) war bis dato kein vollwertiges Bundesland – Länder der Bundesrepublik Deutschland. Eine Neugliederung des Bundesgebiets aufgrund von Artikel 29 GG wird immer wieder in die politische Diskussion eingebracht. Zuletzt scheiterte aber eine Fusion von Berlin und Brandenburg an dem Willen der Bevölkerung. Die Vereinigung zweier Bundesländer (oder die Trennung) ist der einzige Fall, in dem das Grundgesetz eine Volksabstimmung vorsieht. Neben Fusionen werden teilweise auch Teilungen diskutiert. So fordert beispielsweise der Fränkische Bund eine Abspaltung Frankens vom Freistaat Bayern. Aktuell hat aber keine Abspaltungsbewegung Aussicht auf Erfolg.

Flaggen der deutschen Länder

Hier sind die Landesflaggen der Länder dargestellt. Sie dürfen in der Öffentlichkeit von jedem Bürger gezeigt werden. Die Landesdienstflaggen hingegen sind in der Verwendung stark eingeschränkt – sie dürfen nur von den jeweiligen Landesbehörden verwendet werden. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge (siehe z. B. hier:Bayern), zum anderen die hier dargestellte Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. In folgenden Ländern gibt es keinen Unterschied zwischen Landesflagge und Landesdienstflagge: Bayern, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Bremer Landesflaggen mit Wappen (in zwei Varianten) dürfen auch von den Bürgern verwendet werden. Die Landesdienstflaggen folgender Länder zeigen zusätzlich das Landeswappen: Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. Die Berliner Dienstflagge zeigt statt des Bären der Landesflagge das vollständige Landeswappen.

Siehe auch


- Liste der deutschen Bundesländer, geordnet nach Einwohnerzahl
- Liste der deutschen Bundesländer, geordnet nach Fläche
- Liste der deutschen Bundesländer, geordnet nach Bevölkerungsdichte
- Liste der Flaggen deutscher Länder
- Liste der Wappen deutscher Länder
- Politisches System Deutschlands
- Politisches System Bayerns
- Nordstaat

Weblinks


- [http://www.parlamentsspiegel.de/ Parlamentsspiegel - Dokumente der Landesparlamente der Bundesrepublik Deutschland]
Kategorie:Deutschland Kategorie:Deutsche Geschichte (20. Jh.) ja:ドイツの地方行政区分 ko:독일의 행정 구역 simple:States of Germany

Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee. Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").

Geschichte

Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.

Politik

Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns. Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:

Bayerische Staatsregierung

In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU). Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt. Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:

- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945

Staatsaufbau

Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden. Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen. Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt. Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006. Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde. Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern

Wahlrecht

Gesetzgebungsverfahren in Bayern] Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat. Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann. Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden). Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt. Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.

Staatswappen, Flagge und Hymne

Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten: Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben. Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. Zur Hymne siehe: Bayernhymne

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern: Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)

Landkreise

Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte: kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt

Regionen

Geografie

Große Kreisstadt Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen). Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden. Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern

Wirtschaft

Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent. Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden. An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.

Kultur

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Museen

Theater, Schauspiel und Oper

Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:

Musik

Operetten] Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele. Münchner Opernfestspiele

Küche

Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel

Religion, Stämme und Sprache

Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 % Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden. Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet. Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten. siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster

Literatur


- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7 Siehe auch: Portal:Bayern

Weblinks


- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern ja:バイエルン州 ko:바이에른 주 simple:Bavaria

Naturpark

Naturparke sind geschützte, durch langfristiges Einwirken, Nutzen und Bewirtschaften entstandene Landschaftsräume. Diese wertvollen Kulturlandschaften sollen in ihrer heutigen Form bewahrt werden und Besuchern zur Information und Erholung erschlossen werden. Naturparke unterliegen sowohl in Deutschland, als auch Österreich und der Schweiz einem gesetzlich reglementierten Gebietsschutz, der Teil des Naturschutzrechts ist.

Naturparke in Deutschland

Der Naturpark gehört zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt. Bundesnaturschutzgesetz

Definition von Naturparke in Deutschland

In § 27 des BNatSchG wird festgelegt, dass Naturparks einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende, großräumige Gebiete sind. Sie sollen auf überwiegender Fläche Landschafts- oder Naturschutzgebiete sein, eine große Arten- und Biotopenvielfalt aufweisen und eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen. In Naturparke wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt und sie sollen wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen besonders für die Erholung und für nachhaltigen Tourismus geeignet sein. Die zugrundeliegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung, deshalb ist die Akzeptanz und die Beteiligung der Bevölkerung am Schutz der Kulturlandschaft und Natur sehr wichtig. Dabei sollen der Schutz der Natur und die Bedürfnisse von Erholungssuchenden so verknüpft werden, dass beide Seiten davon profitieren: nachhaltiger Tourismus mit Respekt vor dem Wert der Natur und Landschaft stehen im Vordergrund. Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Naturparke sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehen (2003) 93 Naturparke (siehe Karte), die etwa 24% der Landesflächen einnehmen. Sie stellen einen wichtigen Baustein im Naturschutz dar und helfen, die landschaftlichen Schönheiten, Kulturlandschaften, und seltene Arten und Biotope zu erhalten und auch späteren Generationen zugänglich zu machen. Neben den Naturparke kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000 In der Schweiz wird das entsprechende Schutzreglement Geschützte Landschaft genannt.

Übersicht über Naturparke in Deutschland

Naturparke in Österreich

Derzeit gibt es 40 Naturparke mit einer Gesamtfläche von 305.000 ha. Sie werden jährlich von annähernd 5 Millionen Interessierten besucht. Die Bezeichnung Naturpark wird von den jeweiligen Landesregierungen verliehen. Um das Prädikat zu erreichen, ist nicht nur der Naturschutz für die betreffende Region, sondern auch ein Bildungsangebot, wie Führungen, Kataloge o.a. rund um dieses Gebiet notwendig. Derzeit gibt es in folgenden Bundesländern Naturparke:

Naturparke in Tschechien


- Adršpašsko-teplické skály
- Chřiby
- Český Ráj (Böhmisches Paradies)
- Milá
- Milešovka (Milleschauer Berg auch Donnersberg)

Naturparke in Kroatien

Kroatien hat 10 Naturparke
- Kopacki Rit
- Biokovo Imposantes Gebirge direkt an der Makarska Riviera
- Papuk
- Ucka
- Vransko Jezero
- Velebit
- Telascica
- Lonjsko Polje
- Medvednica
- Zumberak Samoborsko Gorje

Naturparke in Südtirol

Südtirol hat 8 Naturparke und Anteil an einem Nationalpark
- Schlern - Rosengarten
- Texelgruppe
- Naturpark Puez-Geisler
- Naturpark Fanes-Sennes-Prags
- Trudner Horn
- Sextner Dolomiten
- Naturpark Rieserferner-Ahrn
- Sarntaler Alpen
- Nationalpark Stilfser Joch Siehe: [http://www.provinz.bz.it/natur/2803/index_d.asp Informationen über die Südtiroler Naturparke]

Siehe auch


- Nationalparke
- Waldgesellschaften Mitteleuropas

Weblinks


- [http://www.naturparke.de www.naturparke.de] - Homepage "Verband Deutscher Naturparke e.V."
- [http://www.naturparke.at www.naturparke.at] - Homepage "Verband der Naturparke Österreichs"
- [http://www.parks.it/world/AT/Gindex.html www.parks.it] - Parks, Reservate und weitere Schutzgebiete in Österreich !

Solnhofen

Solnhofen ist eine Gemeinde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Franken) im Bundesland Bayern und gilt als Fossilienfundstätte von Weltrang.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Altmühltal.

Geologie

Berühmt ist Solnhofen vor allem wegen seiner Steinbrüche, die Fossilien aus dem Weißen Jura enthalten. Unter anderem fand man in den Solnhofener Plattenkalken neun Exemplare des Urvogels Archaeopteryx und eine Feder. Solnhofener Plattenkalke kommen nicht nur in Solnhofen, sondern in einem Gebiet von etwa 70 Kilometer Länge und maximal 30 Kilometer Breite vor - von Mörnsheim im Westen bis nach Kelheim im Osten. Kelheim Kelheim Der besonders feine Kalkstein aus den Steinbrüchen wurde vom Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder, als Druckmaterial verwendet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Bürgermeister-Müller-Museum im Rathaus zeigt eine einzigartige Sammlung von Fossilien aus dem Plattenkalk.

Bauwerke

Die Solnhofener Solabasilika zählt mit ihren Säulen aus karolingischer Zeit zu den ältesten Baudenkmälern Deutschlands. Bei Ausgrabungen dort entdeckten Wissenschaftler von der Universität Heidelberg bis in die Mittelsteinzeit zurückreichende Siedlungsspuren. Siedlung

Weblinks


- [http://www.solnhofen.de Website der Gemeinde Solnhofen]
- [http://www.fossilien-solnhofen.de Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien]
- [http://www.solnhofen.de.vu Solnhofen. Eine Fossilienfundstätte von Weltrang]
- [http://www.urvogelarchaeopteryx.de.vu Der Ur-Vogel Archaeopteryx]
- [http://www.flugsaurier-solnhofen.de.vu Die Flugsaurier von Solnhofen]
Kategorie:Archäologische Grabung Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Weißenburg-Gunzenhausen

Paläontologie

Die Paläontologie (griechisch: παλαιός palaios alt; ὄν on das Seiende; λόγος logos Lehre - die Lehre vom Ur-Seienden) ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter. Gegenstand paläontologischer Forschung sind in Sedimentgesteinen vorkommende Organismenreste und Hinweise aller Art auf vorzeitliche Lebewelten, die als Fossilien bezeichnet werden.

Teilgebiete

Analog zur Biologie rezenter Lebewesen, der so genannten Neontologie ("Lehre vom neuen Seienden"), kann die Paläontologie folgendermaßen aufgegliedert werden:
- Die Paläozoologie umfasst :
- die Paläontologie der wirbellosen Tiere und :
- die Wirbeltierpaläontologie. Letztere kann in die Paläontologie der Fische (Paläoichthyologie), der Amphibien und Reptilien (Paläoherpetologie), der Vögel (Paläornithologie) und die der Säugetiere (Paläomammalogie) unterteilt werden. :Auch die Paläanthropologie, die sich mit Evolution des Menschen (Hominisation) befasst, ist nach diesem Gliederungsprinzip Teil der Paläozoologie.
- Die Paläobotanik widmet sich den fossilen Pflanzen und beinhaltet unter anderem die Palynologie, die Lehre von den fossilen Pollen und Sporen. Hinzu kommt die Palichnologie, welche fossilen Lebensspuren verschiedener Erzeuger erforscht. Die Paläontologie der Makrofossilien unterscheidet sich in ihrer Methodik von der Mikropaläontologie, die unter Zurhilfenahme verschiedener Mikroskopie-Techniken Mikrofossilien untersucht. Mikrofossilien können Überreste von Mikroorganismen und mikroskopisch kleine Zeugnisse größerer Lebewesen sein. Paläontologen untersuchen Fossilien verschiedener Größen und Organismengruppen unter einer Vielahl von Gesichtspunkten und Fragestellungen. Ein Einteilung in geologisch und biologisch orientierte Teilgebiete wird vorgenommen:

Geologische Teilgebiete


- Den Weg vom Absterben eines Individuums bis zum fertigen Fossil beschreibt die Fossilisationslehre (Taphonomie). Sie erklärt ebenfalls die Bildung von so genannten Fossillagerstätten, in denen Reste fossiler Lebewesen besonders zahlreich (Konzentratlagerstätten) oder besonders vollständig erhalten sind (Konservatlagerstätten).
- Die zeitliche Einordnung und Korrelation von Sedimentgesteinen anhand des Fossilinhalts ist der Gegenstand der Biostratigraphie. Leitfossilien sind im Vergleich zu anderen Fossiliengruppen sehr häufig, hatten eine große geographische Verbreitung und lebten während eines relativ kurzen Zeitraums. Sie sind daher für die Biostratigraphie besonders geeignet.
- Die Biofaziesanalyse versucht den Bildungsraum eines Sedimentgesteins anhand seiner fossilen Lebewesen und Lebensspuren zu charakterisieren.

Biologische Teilgebiete


- Mit Hilfe der Vergleichenden Anatomie werden fossile Lebewesen in das System der Organismen eingeordnet. Dabei wird die biologische Systematik angewandt.
- Die Phylogenetik erforscht die Verwandschaftsverhältnisse fossiler Lebewesen. Sie erstellt Stammbäume (Dendrogramme). Die Stammesgeschichten fossiler Tier- und Pflanzengruppen werden seit den 1980er Jahren zunehmend mit Hilfe der so genannten phylogenetischen Systematik (Kladistik) analysiert, eine Methodik, die das Quantifizieren von Verwandtschaftsgraden erlaubt.
- Die funktionelle Morphologie interpretiert das Erscheingsbild fossiler Lebewesen in Hinsicht auf ihre Funktion. Ergänzt werden solche Analysen durch Hinweise auf die physikalischen und biochemischen Lebensvorgänge fossiler Organismen, mit denen sich die Paläophysiologie befasst. Funktionsstörungen und Krankheitserscheinungen untersucht die Paläopathologie (dieser Begriff wird auch in der Archäologie bei der Untersuchung menschlicher Überreste verwendet).
- Wachstum und Entwicklung (Ontogenese) urzeitlicher Lebewesen werden anhand von TierSkeletten (Sklerochronologie; Knochenhistologie) oder Sprossachsen fossiler Pflanzen (Dendrochronologie) untersucht. Wachstumsraten sowie innere und äußere Einflussfaktoren, die die Entwicklung eines Individuums steuern, können dadurch bestimmt werden. Die Dendrochronologie junger Holzreste wird für die Altersbestimmung archäologischer Fundstätten genutzt.
- Die Lebensweisen fossiler Organismen, ihre Beziehungen zur belebten und unbelebten Umwelt (Paläoenvironment) sowie urzeitliche Populationen und Lebensgemeinschaften sind Forschungsgegenstand der Palökologie. Um urzeitliche Ökosysteme zu verstehen, ist die Berücksichtigung der Sedimentologie fossilführender Gesteine erforderlich.
- Die Paläobiogeographie untersucht den Wandel der Verbreitungsgebiete und die Migrationsrouten fossiler Lebewesen im Verlauf der Erdgeschichte. Sie liefert Hinweise zu früheren Kontinent-Ozean-Konfigurationen (siehe auch Plattentektonik) und deren Einfluss auf die Evolution der Biosphäre.

Verwandte Forschungszweige


- Die Geobiologie ist ein relativ junges Forschungsgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Biosphäre und den abiotischen Komponenten des Systems Erde befasst. Da Hinweise zum Wandel der Biosphäre im Verlauf der Erdgeschichte im Wesentlichen in Form von Fossilien vorliegen, ist geobiologische Forschung auf paläontologische Erkenntnisse angewiesen.
- Die Astrobiologie erforscht, unter welchen Bedingungen auf planetaren Welten einfache Lebensformen, komplexe Lebensgemeinschaften und Zivilisationen entstehen. Die Paläontologie kann dafür Hinweise zum Ursprung des Lebens auf der Erde, zur Evolution von Ökosystemen unter extremen Umweltbedingungen, zur Diversifizierung und Höherentwicklung des Lebens auf der Erde und zu den biologisch-geologischen Vorbedingungen der menschlichen Kultur und Zivilisation liefern.
- Paläoklimatologie: Die Rekonstruktion der (älteren) Klimageschichte erfolgt im wesentlichen mit Hilfe fossiler Lebewesen: In den karbonatischen Skeletten mariner Organismen (wie zum Beispiel Foraminiferen) sind die Sauerstoff-Isotopenverhältnisse, wie sie im Urozean zur Zeit der Skelettabscheidung vorherrschten, konserviert. Da sich die Isotopenverhältnisse oberflächennah je nach Wassertemperatur einstellen, kann aus den massenspektrometrischen Messungen dieser Verhältnisse eine Temperaturkurve abgeleitet werden. Fossilien liefern neben klimaindikativen Sedimenten wie Moränenablagerungen oder Riffkalksteinen auch Hinweise zur früheren Lage von Klimazonen. So lassen sich Vegetationsgürtel mit Hilfe von Pflanzen(mikro)fossilien nachzeichnen.
- Die Paläogeographie kann zur Rekonstruktion der früheren Lage von Kontinenten und Ozeanen die geographische Verbreitung fossiler Lebewesen (Paläobiogeographie) hinzuziehen.

Methoden

Geologische Kartierung

Der gezielten Suche nach Fossilien in einer paläontologischen Grabung geht die geologische Kartierung der (mutmaßlich) fossilführenden Sedimentgesteine voraus. Ziel ist es, neue Fundpunkte zu finden, die Lage der bereits bekannten Fundhorizonte zu benachbarten Schichten und Gesteinseinheiten aufzuklären und den Ablagerungsraum sedimentologisch näher zu charakterisieren, zum Beispiel ob Sedimente in einem See oder in einem Meer gebildet wurden. Eine derartige Übersichtskartierung entfällt, falls das Alter, die stratigraphische Einordnung und die Lithologie der fossilführenden Gesteine bereits hinreichend gut bekannt sind.

Paläontologische Grabung

Eine systematische paläontologische Grabung erfolgt Schicht für Schicht vom Hangenden, das heißt beginnend mit der oben aufliegenden jüngsten Schicht, zum Liegenden, daß heißt in Richtung der darunter liegenden älteren Schichten. Begleitend zur Fossiliensuche ist die Geologie der abgetragenen Schichten genau zu beschreiben. Die Horizonte werden durchnummeriert. Die Nummerierung wird auf die Fossilfundstücke übertragen, so dass sie exakt den Horizonten zugeordnet werden können. Falls größere Organismenreste (wie beispielsweise Dinosaurier-Skelette) Ziel der Grabung sind, ist die Lage einzelner Knochen und Skeletteile innerhalb einer Schicht mit Hilfe eines darüber gelegten Rasters exakt zu dokumentieren. Das ist wichtig, um z.B. Sterbehaltungen oder Ablagerungs- und Transportprozesse zu rekonstruieren und Knochen unterschiedlicher Individuen auseinanderzuhalten. Für das Finden von Mikrofossilien werden Gesteinsproben der einzelnen Horizonte genommen und später im Labor aubereitet.

Präparation/ Aufbereitung

Noch vor Ort werden bröcklige Fossilreste geklebt bzw. mit alkohollöslichen Chemikalen für die spätere Präparation fixiert. Zum Schutz von Knochenfunden kann auch die Ummantelung mit Gips erforderlich sein. Falls Fossilien auf mehrere Gesteinsplatten verteilt sind, werden diese an der Bruchstelle zusammengeklebt. Die spätere Präparation der Fossilien im Labor erfolgt meistens mechanisch, das heißt mit Skalpell und Präpariernadeln unter der Lupe oder unter Verwendung eines Stereomikroskops. Mit Hilfe von Röntgenstrahlung können vom Gestein verdeckte Fossilienteile lokalisiert werden. Schädigungen bei der Präparation werden auf diese Weise vermeiden. Oftmals lassen sich Mikrofossilien mit Hilfe von Säureätzung oder andere nasschemischen Verfahren aus dem Gestein herauslösen (siehe Mikropaläontologie).

Dokumentation/ Beschreibung/ Klassifikation

Wichtig für die weitere Analyse der Fossilien ist die Darstellung mit verschiedenen Methoden, d.h. zeichnerisch, fotographisch und gegebenenfalls zur Sichtbarmachung filigraner Strukturen mit dem Rasterelektronenmikroskop. Die fotographische und/oder zeichnerische Dokumentation sind die Grundlage für eine Beschreibung des Fossilfunds und die darauf beruhende systematische Einordnung.

Rekonstruktion

Aus der Fossilzeichnung können unter Berücksichtigung bereits bekannter Exemplare und/oder Vertreter verwandter Gruppen der ursprüngliche Skelettzusammenhang (bei Tieren) oder Organzusammenhang (z.B. bei Pflanzen) rekonstruiert werden. Eine Rekonstruktion des Lebensbildes kann im Anschluss erfolgen. Dabei fließen Interpretationen zur Funktion, Lebens- und Fortbewegungsweise des fossilen Lebewesens mit ein.

Palökologische Auswertung der Geländedaten

Da die Fossilinhalte aller Fundschichten genau dokumentiert sind, kann in dem Fall, dass die jeweiligen Organismenreste nicht von verschiedenen Ursprungsorten antransportiert wurden, sondern aus demselben Ökosystem stammen, eine Analyse der Faunen- und Florenzusammensetzung und im Anschluss ein Rekonstruktion des Nahrungsnetzes erfolgen. Die sedimentologische Beschreibung liefert ergänzende Hinweise zu Transport- und Ablagerungsprozessen, die zur Bildung des fossilführenden Gesteins führten. Umgekehrt liefern Fossilien den Geologen Aussagen zur Natur des Sedimentationsraums, zum Beispiel, wenn die vorherrschenden Fossiliengruppen nur unter ganz bestimmten Umweltbedingungen (z.B. am Meeresboden in ungetrübtem Wasser bei Temperaturenz wischen 18 und 20% und einer Salinität <2,5%) vorkamen. Der vertikalen Abfolge von Horizonten entspricht eine zeitliche: Durch den Vergleich der Lebensgemeinschaften verschiedener Horizonte kann auf die Entwicklungsgeschichte eines vorzeitlichen Ökosystems geschlossen werden.

Statistische Methoden

Falls die Stichproben groß genug sind, das heißt von einer Art genügend Individuen in einem Horizont gefunden und dokumentiert wurden, können diese als Äquvivalent zu einer natürlichen Population in Hinsicht auf die Variabilität von Körpermerkmalen untersucht werden. Auch die Zusammensetzung des Ökosystems kann gegebenenfalls quantitativ erfasst werden (z.B. Räuber-Beute-Zahlenverhältnisse).

Geochemische Analysen

Der Chemismus von Gewässern kann Einfluss auf die Zusammensetzung von Skeletten und Gehäusen haben. Oftmals sind in akkretionär wachsenden Hardteilen jahres- und tageszeitliche Schwankungen der chemischen und Isotopen-Zusammensetzung zu verzeichnen. Diese lassen sich zum Teil klimatisch interpretieren (siehe auch Paläoklimatologie). Die chemische Zusammensetzung von Skeletten lässt sich z.B. mit Hilfe von Mikrosondenanalysen aufklären. Die Analyse der Isotopenzusammensetzung erfordert massenspektroskopische Verfahren.

Histologische Untersuchungen

Die mikroskopische Analyse von Dünnschliffen), die von Knochen oder Gehäusen angefertigt wurden, liefert Aussagen zum Wachstum und zur früheren Gewebebeschaffenheit der jeweiligen Hartteile. Sie enthalten mitunter wichtige Anhaltpunkte zur Physiologie und Ontogenese des Hartteilbildners.

Biomechanische Modelle

Bei vollständiger Erhaltung von Skeletten, können Bewegungsabläufe fossiler Tiere in Form von Computermodellen simuliert werden. Auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Verhaltens- und Lebensweisen auszuschließen oder als wahrscheinlich anzunehmen.

Phylogenetische Analysen

Verwandtschaftverhältnisse und Stammbäume fossiler Organismengruppen werden heute im Wesentlichen durch Methoden der rechnergestützten Kladistik ermittelt. Dabei werden Merkmalskombinationen der zu untersuchenden fossilen Arten miteinander verglichen und Stammbäume in Form von Verzweigungsschemata (Kladogrammen) nach dem Prinzip der Sparsamkeit errechnet. Dem entsprechend repräsentieren die Ergebnisse dieser Analysen den mutmaßlichen Verlauf der Evolution unter der Annahme möglichst weniger Evolutionsschritte.

Stratigraphische Korellation

Alle fossilen Arten, die eine Fundstätte hervorbringt, kommen in einem bestimmten relativ engen geologischen Zeitraum vor. Falls diese Arten auch von anderen Fundorten bekannt sind, folgt daraus ein möglicher gemeinsame Bildungszeitraum der verschiedenen Fundschichten. Der Vergleich mehrerer Sedimentgesteinsabfolgen, die bestimmte Fossilien sowie durch geochronologische Methoden datierbare Vulkanite (wie z.B. Tuffe) enthalten, ermöglicht die Zuweisung genauerer Alter (das heißt solcher mit geringeren Fehlerspannen).

Siehe auch

Bedeutende Paläontologen, Evolutionstheorie, Chronospezies, Höhlenfund

Literatur


- Michael J. Benton, David A.T. Harper: Basic Palaeontology. Pearson/Prentice Hall, Harlow, 1997, ISBN 0582228573
- Michael J. Benton: Vertebrate Palaeontology. 3.Aufl., Blackwell Publishing, ISBN 0632056371
- Patrick J. Brenchley, David A.T. Harper: Palaeoecology: Ecosystems, environments and evolution. - Chapman & Hall, London, 1998, ISBN 0412434504
- Arno Hermann Müller: Lehrbuch der Paläozoologie. Bd.1: Allgemeine Grundlagen. 5.Aufl., Gustav Fischer, Jena/Stuttgart, 1992, ISBN 3334603784
- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit. C. Bertelsmann, München, 1986

Weblinks


- [http://www.univie.ac.at/sternberg/ Das Sternberg-Projekt]
- [http://www.palaeontologische-gesellschaft.de/ Das Webangebot der Paläontologische Gesellschaft]
- [http://hansburg.de/thomas/urzeit/Die%20Urzeit.htm Die Urzeit, Referat von Thomas Burg]
- [http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/palbot/teach/palaeoteach.html Einführungen zur Paläontologie, ein Link-Verzeichnis (in Englisch)]
- [http://www.palaeo.de/edu/ Die virtuelle Paläo-Universität]
- [http://www.geosciences-forum.com/ Geosciences-Forum: Paläontologie]
- [http://www.hermannvonmeyer.de.vu Hermann von Meyer]
- [http://www.uni-muenster.de/GeoPalaeontologie/Palaeo/Palbot/bot.html Paläobotanik der Uni Münster, Seite von Hans Kerp]
- [http://www.paleontology.uni-bonn.de/index.html Paläontologie der Uni Bonn] ! Kategorie:Wissenschaft ja:古生物学 ko:고생물학

Dolomit

Dolomit ist der Name:
- eines Minerals, siehe Dolomit (Mineral),
- einiger Arten von Gesteinen - siehe Dolomit (Gestein) und Hauptdolomit - die in den nördlichen und südlichen Kalkalpen häufig sind,
- und der Zusatzname einiger Pflanzen, z.B. Dolomiten-Hauswurz Als Dolomiten werden hingegen einige Gebirge in den Südlichen Kalkalpen bezeichnet, unter anderem:
- Unterengadiner Dolomiten,
- Lienzer Dolomiten und Sextener Dolomiten,
- Marmolata (höchster dolomitischer Gebirgsstock) und andere.

Erosion

Erosion (von lat.: erodere = abnagen) ist die Abtragung von meist verwitterten Feststoffen (Boden, Schlamm, Gestein usw.) durch die natürlichen Kräfte des Windes, Wassers, oder der Bodenbewegung infolge von Gravitation (Steinschlag, Lawine, Mure). Bei der Erosion handelt es sich um einen wichtigen natürlichen Prozess, der aber in vielen Fällen durch menschliche Aktivitäten ausgelöst bzw. verstärkt wird. Einige dieser Aktivitäten beinhalten Abholzung, Überweidung und Straßen- oder Eisenbahnbau. Verschiedene Kulturen haben versucht, die Erosion durch Terrassenfeldbau und Wiederaufforstung zu begrenzen. aufforstung]

Unterscheidung

aufforstung Die marine Erosion, oder auch Abrasion genannt, ist eine flächenhafte Erosion aufgrund des Kollidierens von Wasser mit Hindernissen und des damit verbundenen Abtragens. Sie entsteht durch Brandung oder in Fließgewässern. Beispiel: die durch die Brandung entstehende Erosion des Untergrundes. Dabei kann es zur Ausbildung von Abrasionsflächen oder Abrasionsplatten kommen. Die daraus resultierende Küstenform bezeichnet man als Abrasionsküsten. Der Transport des verwitterten Materials kann erfolgen durch
- gravitative Erosion (Massenbewegung bedingt durch Schwerkraft): flächenhafter Abrutsch (Hangrutsch, Mure, Denudation)
- Wind / Äolischer Transport: Sandstürme wirken wie Sandstrahlgebläse.
- Deflation: Ausblasung verwitterten Materials (Wüste, Steppe).
- Wasser / Fluviatiler Transport: Verlagerung von Material, Abtragung durch fließendes Wasser (Kerbtal, Muldental, Flüsse), abfließendem Regenwasser oder bei chemischer Verwitterung auch durch Sickerwasser.
- Abrasion: Abtragung durch Meeresbrandungen (Kliff).
- Abspülung: Durch starken Niederschlag (pflanzenarmen Gebieten).
- Eis: Gletscher fließen langsam talwärts und zerstören die Oberfläche durch ihr großes Gewicht und mitgeführtes Gesteinsmaterial (Trogtal, Moränen, Glazialerosion).
- Auflockerung der Gesteine durch Tektonik, z.B. entlang von Störungslinien, und nachfolgende Flusserosion (siehe Durchbruchstal). Beim Transport erfolgt meist eine Sortierung nach Korngröße und Gewicht der Partikel, wobei Art und Umfang vom Transportmedium, dessen Strömungseigenschaften und Geschwindigkeit abhängen.

Ablagerung

Die Ablagerung des abtransportierten Materials wird auch als Sedimentation, das Ergebnis als Sediment bezeichnet. Sedimentgestein oder Sedimentit entsteht aus Sedimenten infolge von Diagenese. Die Ablagerung findet meist an einem niedriger gelegenen Ort statt, deswegen wird durch Erosion Material von oben nach unten verfrachtet und somit Höhenunterschiede in der Landschaft ausgeglichen. Die Erosion wirkt damit hebenden geologischen Prozessen wie der Auffaltung von Gebirgen durch tektonische Bewegungen oder der Bildung von Vulkanen entgegen. Mit den Eigenschaften der Sedimente und den Rückschlüssen aus ihnen auf Art, Zeit und Umstände der Sedimentation, befasst sich die Sedimentologie.

Bedeutung der Erosion

Sedimentologie Speziell die Bodenerosion, das Abtragen der fruchtbaren Erdschicht durch Wind und Regenwasser, richtet große Schäden an. Wald ist die zur Verhinderung von Erosion wirksamste Vegetationsform, da die Wurzeln der Bäume dem Boden Halt geben (Verminderung der Erosion durch Hangneigung), die Bäume die Windgeschwindigkeit am Boden reduzieren (in Verbindung mit Bodenvegetation und Humusauflage die Ausschaltung von Winderosion) sowie durch Abbremsung des Niederschlags und durch die erheblichen Pufferkapazitäten die Wassererosion minimieren. Die Vernichtung von Wald führt besonders in niederschlagsreichen Regionen wie den Tropen zu einer verheerenden Beschleunigung der Erosion mit entsprechenden Folgen für den Boden. Aber auch aus historischer Zeit sind schwerwiegende Erosionsschäden durch Entwaldung in den deutschen Mittelgebirgen bekannt. Dabei rissen viele Meter tiefe Erosionsschluchten, sogenannte Runsen, Tilken, Sieke oder Gullies ein. Die Ablagerung von Erosionsmaterial führt zur Versandung von Flüssen und Häfen, weswegen Schifffahrtswege immer wieder ausgebaggert werden müssen. Die erodierten Sedimente können wiederum zu Störungen in anderen Ökosystemen wie Korallenriffen führen. Erosionsvorgänge sind Bestandteile des Kohlenstoffkreislaufs.

Siehe auch

Abrasion, Auswaschung (Geologie), Ablation, Korrasion, Sedimentation, Bodenerosion, Rodung, Flurbereinigung, Desertifikation, Ökosystem, FAO, Monokultur, Bewässerung, Dürre, Düne, Hecke, Permakultur, Versteppung, Vetiver, Deich,

Literatur


- Bork, H.-R., H. Bork, C. Dalschow (1998): Landschaftsentwicklung in Mitteleuropa. Gotha
- Richter, G. [Hrsg.] (1998): Bodenerosion. – Analyse und Bilanz eines Umweltproblems. Darmstadt.
- Stolz, C. (2005): Historisches Grabenreißen im Wassereinzugsgebiet der Aar zwischen Wiesbaden und Limburg. Diss. Mainz 2005. (Elektron. Ressource: http://ubm.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/703/) Kategorie:Geologie Kategorie:Land- & Forstwirtschaft Kategorie:Naturschutz

Malmö

Malmö ist eine Großstadt in der schwedischen Landschaft Schonen (Skåne) und Hauptstadt der Verwaltungseinheit Skåne län. Mit 270.000 Einwohnern (Stand: Januar 2005) ist sie die drittgrößte Stadt des Landes. Skåne län Das Umland der Stadt ist industriell geprägt, Malmö selbst wirkt mit seinen vielen Parks und alten Gebäuden gemütlich und ist eine beliebte Einkaufsstadt.

Geografie

Seit der Einweihung der Öresundbrücke im Jahr 2000 bildet die Metropolregion Malmö zusammen mit dem am Öresund gegenüber liegenden Kopenhagen eines der Zentren der Öresundregion. Die Stadt hat einen eigenen Strand. Malmö liegt im äußersten Süden des Landes. Die Entfernung nach Mailand ist geringer als die nach Kiruna.

Geschichte

Kiruna Kiruna Die Stadt wird schon 1259 als Landungsstelle unter dem Namen Malmhauge, später als Malmoge oder Malmey (lat. Malmogia) erwähnt; von den norddeutschen Kaufleuten wurde sie wegen der Form ihrer Küste Ellenbogen genannt. Sie hob sich bald durch Heringsfischerei und Handel hervor und profitierte dabei von ihrer strategischen Lage. Zwischen 1318 und 1658 wurde die dänische Stadt mehrmals von Schweden besetzt und einmal für kurze Zeit einverleibt. Malmö gilt als Geburtsort der dänischen Reformation: Die erste lutheranische Predigt wurde in Malmö gehalten und die erste Bibel in dänischer Sprache wurde hier gedruckt. Die Festung Malmöhus wurde im 15. Jahrhundert von Erich von Pommern gegründet. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Malmö bald von Schweden, bald von Dänemark belagert. Am 23. April 1523 wurde hier ein Friede zwischen Dänemark und der Hanse und ein Waffenstillstand Dänemarks mit Gustav Wasa von Schweden geschlossen. Zu Hansezeiten stand sie unter deutschem Einfluss. Durch den Frieden von Roskilde unter Karl X. Gustav wurde Malmö 1658 schwedisch. 1775 erhielt die Stadt den künstlich geschaffenen Hafen. Am 26. August 1848 wurde daselbst ein Waffenstillstand zwischen Dänemark und Preußen auf sieben Monate geschlossen. Malmö profitierte stark von der industriellen Revolution. Hier starb am 18. September 1872 König Karl XV. Im Jahr 1886 hatte Malmö 45.143 Einwohner. Im Zuge des Baus der Öresundbrücke profitierte die Stadt erneut. Vormals Randlage, nun bedeutender Knotenpunkt zwischen Skandinavien und dem Rest Europas.

Sehenswürdigkeiten

Malmö hat eine malerische Fachwerkaltstadt, bekannt vor allem ist der Lilla Torg (kleiner Markt), der 1591 entstand. 1591 1591 Nicht weit liegt das immer wieder umgestaltete Rathaus (1546). Auf dem Marktplatz zeigt eine Reiterstatue Karl X. Gustav. In der Nähe des Rathauses liegt die St. Petri Kyrka. Malmöhus ist ein altes Schloss und einziger Überrest der ehemaligen Befestigung. Als dänisches Kastell war es im 16. Jahrhundert von strategischer Bedeutung. Danach wurde es eine schwedische Festung gegen Dänemark. Zwischen 1828 und 1914 als Zuchthaus benutzt, befindet sich dort heute das Stadtmuseum mit einer Ausstellung zur Stadtgeschichte von der frühen Steinzeit bis heute, einer botanischen Fachausstellung mit Aquarium und Terrarium (u. a. Fledermäuse) sowie wechselnde Kunstausstellungen. Malmöhus ist von einer sehenswerten Parkanlage umgeben. Nahebei befindet sich das Seefahrt- und Technikmuseum mit einem begehbaren U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Öresundausstellung (Öresundutställning) gehört zu den neuen Glanzpunkten der Stadt. Von Malmö aus lohnen sich Ausflüge zu den Schlössern Svaneholm und Torup. Bis zu seiner Demontage im Jahr 2002 war der Kockumskranen, der Kran der Kockums-Werft, ein Wahrzeichen der Stadt. Der "Turning Torso" , mit 190 Metern Höhe das höchste Gebäude in Nordeuropa, ist ein neues Kennzeichen der aufstrebenden Stadt. Er wurde im August 2005 eingeweiht und steht im Messegelände am Hafen Malmös. Seine Besonderheit ist die sich um 90 Grad zur Spitze hin drehende Fassade.

Wirtschaft

Nicht zuletzt durch den Bau der Öresundbrücke hat Malmö im 20. Jahrhundert auch wirtschaftlich profitiert. Malmö ist aber auch als Einkaufsstadt bekannt.

Verkehr

20. Jahrhundert Südlich von Malmö befindet sich die kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke über den Öresund (siehe auch den eigenen Artikel Öresundbrücke). Malmö ist das wichtigste Verkehrszentrum in Südschweden mit großem Bahnhof, von dem Züge nach Stockholm, nach Göteborg-Norwegen, nach Kopenhagen, nach Hamburg (über die Vogelfluglinie), nach Berlin (über die Königslinie) und in die Umgebung abfahren. Cirka 20km östlich von Malmö befindet sich ein Flughafen Sturup. Malmö ist ein wichtiger Seehafen mit festen Verbindungen nach Lübeck-Travemünde. Bis kurz nach der Eröffnung der Öresundbrücke im Jahr 2000 war hier die wichtigste Fähreverbindung zwischen Limhamn (Stadtteil von Malmö) und Dragør auf der anderen Seite des Öresunds.

Söhne und Töchter der Stadt


- Sixten Ehrling, schwedischer Dirigent
- Anita Ekberg, schwedische Schauspielerin
- Zlatan Ibrahimović, schwedischer Fußballspieler bosnischer Abstammung
- Lukas Moodysson, schwedischer Schriftsteller und Regisseur
- Siegfried Naumann, schwedischer Komponist
- Mikael Pernfors, ehemaliger schwedischer Tennisspieler
- Henrik Reuterdahl, schwedischer Kirchenhistoriker
- Henric Schartau, schwedischer Priester, Prediger und Initiator einer schwedischen Erweckungsbewegung

Siehe auch


- Liste der Städte in Schweden

Weblinks


- http://www.malmo.se/
- http://www.malmo.com/ Kategorie:Ort in Schweden Kategorie:Malmö

Kategorie:Felsen in Bayern

Kategorie:Sehenswürdigkeit (Bayern)

Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften

Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (Abk. IPN) ist eines der führenden wissenschaftlichen Institute auf dem Gebiet der Pädagogik und Didaktik der Naturwissenschaften in Deutschland. Es ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und hat seinen Sitz in Kiel. Obwohl es nicht der Christian-Albrechts-Universität angehört, bestehen doch enge Beziehungen zwischen dem Institut und der Kieler Universität. Aufgabe des 1966 gegründeten Instituts ist es, die Pädagogik der Naturwissenschaften zu fördern und weiterzuentwickeln. Zu den vom Institut durchgeführten Projekten gehören die Studien PISA 2003 und 2006, SINUS, ChiK, LeLa, LLL, LUV, System Erde und die Videostudie. Das IPN engagiert sich auch bei den Biologie-, Chemie- und Physikolympiaden und beim Bundesumweltwettbewerb. Das Institut beschäftigt ungefähr 150 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gliedert sich in vier Abteilungen:
- Erziehungswissenschaftliche Abteilung
- Abteilung für Biologiedidaktik
- Abteilung für Chemiedidaktik
- Abteilung für Physikdidaktik sowie die Abteilung für Pädagogisch-Psychologische Methodenlehre, die der Erziehungswissenschaftlichen Abteilung angehört. Geschäftsführender Direktor des IPN ist Professor Dr. Manfred Prenzel.

Weblinks


- [http://www.ipn.uni-kiel.de Homepage des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften]

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Iker Casillas
Íker Casillas Fernández nació el 20 de mayo de 1981 en Madrid. Es portero de fútbol español. Actualmente es primer portero del Real Madrid. Casillas nació en Móstoles (Madrid). Es considerado como uno de los cuatro mejores porteros del mundo.

Datos



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